Sofort klopfte es und ein Mann,
den er in dieser Wohnung noch
niemals gesehen hatte, trat ein. Er war schlank und doch fest gebaut, er trug
ein anliegendes
schwarzes Kleid, das, ähnlich den Reiseanzügen, mit verschiedenen Falten,
Taschen, Schnallen,
Knöpfen und einem Gürtel versehen war und infolgedessen, ohne daß man sich
darüber klar wurde,
wozu es dienen sollte, besonders praktisch erschien.
»Wer sind Sie?« fragte K.
und saß gleich halb
aufrecht im Bett. Der Mann aber ging über die Frage hinweg, als müsse man seine Erscheinung
hinnehmen, und sagte bloß seinerseits: »Sie haben geläutet?« »Anna soll mir das Frühstück
bringen«, sagte K. und versuchte, zunächst stillschweigend, durch Aufmerksamkeit und Überlegung
festzustellen, wer der Mann eigentlich war. Aber dieser setzte sich nicht
allzulange seinen
Blicken aus, sondern wandte sich zur Tür, die er ein wenig öffnete, um
jemandem, der offenbar
knapp hinter der Tür stand, zu sagen: »Er will, daß Anna ihm das Frühstück
bringt.« Ein kleines
Gelächter im Nebenzimmer folgte, es war nach dem Klang nicht sicher, ob nicht
mehrere Personen
daran beteiligt waren.
Obwohl der fremde Mann dadurch nichts erfahren haben
konnte, was er nicht
schon früher gewußt hätte, sagte er nun doch zu K. im Tone einer Meldung: »Es
ist unmöglich.«
»Das wäre neu«, sagte K., sprang aus dem Bett und zog rasch seine Hosen an.
»Ich will doch
sehen, was für Leute im Nebenzimmer sind und wie Frau Grubach diese Störung mir gegenüber
verantworten wird.« Es fiel ihm zwar gleich ein, daß er das nicht hätte laut
sagen müssen und daß er
dadurch gewissermaßen ein Beaufsichtigungsrecht des Fremden anerkannte, aber es schien ihm
jetzt nicht wichtig.
*) tv-journaals 21 maart
*) tv-journaals 21 maart
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